Schlachtbericht: Warhammer 40.000k Blood Angels – Grey Knights

Nach einem halben Jahr Infinity Kampagne haben wir uns die Wartezeit auf das große Finale am 13.04. mit einer gepflegten, guten, alten Runde Warhammer 40k vertrieben.

Ich muss schon sagen, durch das neue System in unserer Spielgruppe ist Warhammer 40k doch sehr in den Hintergrund und unter Druck geraten. Infinity hat unglaubliche Modelle, eine tolle, schnelle Spielmechanik, ist realistisch und macht unheimlichen Spaß. Umso interessanter war es zu sehen, wie sich das „gute, alte“ anfühlt, nach einem halben Jahr Pause.

Wir hatten uns auf ein gemütliches 2000 Punkte Match mit Fluff-Listen geeinigt. Das Schöne: Beide Armeen und das gesamte Gelände waren bemalt. Deshalb, dieser kurze Bericht mit einigen hübschen Schnappschüssen.

Die Listen 

Steves Grey Knights
…sind schnell zusammengefasst. Draigo, 11 Paladine, Land Raider, 2 Ritter. Eine Einheit Paladine und Draigo waren im Land Raider unterwegs, ein weiterer, kleinerer Trupp sollte schocken.

Patricks Blood Angels
… bestanden aus einem Mix aus allem was die Blood Angels so zu bieten haben. Sturmmarines im Razorback (aber nur 2 Trupps), ein taktischer Trupp mit Standard Rak-Werfer und Flamer hinter einer Aegis Verteidigungslinie mit Flakk, 5 Sanguinische Gardisten, 5 Sturmterminatoren die gemeinsam mit einem Sanguiniuspriester im Land Raider fuhren und 9 Todgeweihte, die gemeinsam mit dem Reclusiarch Kriegsherren im Storm Raven flogen.

Die Schlacht

Mission und Aufstellung
Gespielt wurde die Standard Mission Erkunden und Sichern (6 Missionsziele mit verstecktem Wert von 1-4) und Aufstellung über lange Spielfeldkanten. Steve stellte alle seine Missionsziele in meiner Hälfte auf, klar zum schießen sind seine 15 Paladine ja nicht wirklich geeignet. Ich stellte meine Aegis so weit am Spielfeldrand wie möglich auf und packte meine gesamte Armee außer den Land Raider dahinter… Sollen sie nur kommen.
Ich gewann die Initiative und in der ersten Runde herrschte Nachtkampf.

Erste Runde Patrick 
Meine erste Runde lief so, wie eine erste Runde läuft wenn sich der Gegner hinter einem Turm versteckt und Nachtkampf herrscht. Die meisten meiner Laserkanonen verpufften entweder direkt oder wurden weggedeckt. Lediglich die Flack überraschte und kostete einen der Ritter 2 Lebenspunkte. Insgesamt konnte ich dem ersten Ritter so in der ersten Runde 3 Lebenspunkte nehmen.
Erste Runde Steve
Steve sprang mit beiden Rittern in meine Aufstellungszone und wischte mit seinen Flammenwerfern 2/3 meines taktischen Trupps weg. Dank Blutrotem Durst blieben diese zwar stehen, aber stark dezimiert. Weitere Schablonenwaffen und der Landraider nahmen meine Sanguinischen Gardisten unter Beschuss. Dank 2+ Rüstung verlor ich aber nur ein Modell.
Zweite Runde Patrick
In meiner zweiten Runde musste ich die beiden Ritter direkt vor meiner Nase einfach wegbekommen. Deshalb konzentrierte ich das komplette Feuer auf sie. 4 Laser, 1 Plasma, ein Flakk sowie eine Rakete, Sturmkanone und Melter vom gerade angekommenen Stormraven und eine Infernuspistole der Sanguinischen Garde genügten allerdings nicht, um beide Ritter zu vernichten, was sich in der nächsten Runde von Steve natürlich extrem negativ auswirken würde.

Zweite Runde Steve
Steves Paladine landeten sehr riskant aber glücklich hinter meinen Linien und gemeinsam mit Landraider, der immer näher kam und Rittern gelang es Steve alle Panzer zu öffnen und damit meine Laserkanonen aus dem Spiel zu nehmen. Extrem unglücklich würfelte ich bei beiden niederhalten Tests für die Sturmtrupps eine Doppelsechs was bedeutete ich würde die gesamte nächste Runde mit diesen Einheiten einfach nur herumstehen…

Dritte Runde Patrick
Angriff ist die beste Verteidigung und da ich dank Niederhalten sowieso nicht viel im Fernkampf konnte musste ich mich in den Nahkampf stürzen. Meine Terminatoren sollten dabei den letzten Ritter angehen während die Sanguinischen Gardisten (nur noch 2 verbliebene) die Paladine hinter mir angreifen sollten. Der Stormraven rückte hinter die Aegis vor und sollte die Sanguinische Garde bei diesem Selbstmordkommando unterstützen. Und tatsächlich gelang es mir mit dem Melter und der Infernus-Pistole bereits vor Begin des Nahkampfes 2 Paladine auszuschalten (doppelte Stärke). Im Nahkampf hatte Steve dann großes Würfelpech und verlor gegen die zwei übrigen Gardisten.
Das Würfelglück war dafür für diese Runde verbraucht, meine Terminatoren würfelten eine Doppeleins beim Angriff auf den Nemesisritter, was zu einem sehr schadenfrohen Grinsen von Steve führte und ein wenig für die vier verlorenen Paladine entschädigte.

Dritte Runde Steve
Steves Landraider rückte weiter vor während der Nemesisritter meinem ersten Sturmtrupp im Nahkampf den Rest gab. Wir beide waren uns einig, die nächste Runde, die Runde in der Draigo und sein Paladin Gefolge ankommen, würde das Spiel entscheiden… Ich hatte nicht viel Hoffnung…

Vierte Runde Patrick
Alles oder nichts. Der Stormraven ging in Schwebemodus über um meine Todeskompanie zu entfesseln. Der verbliebene Sturmtrupp und die Sanguinische Garde warfen sich dem Landraider entgegen um mit den Melterwaffen ein Loch in die schwere Panzerung zu brennen. Und tatsächlich, der erste Schuss der Infernus-Pistole brachte den Landraider zum explodieren. Nun Standen 9 Todgeweihte mit 2 Infernuspistolen, der Stormraven, der Sturmtrupp mit Melter und der letzte taktische Marine an der Flakk um die Paladine zu beschießen und sich danach in den Nahkampf zu werfen. Mit mäßigem bis keinem Erfolg… Der gesamte Beschuss prallte an Draigo ab und verursachte gerade mal einen Lebenspunkt bei diesem Panzer auf zwei Beinen. Der Nahkampf war dafür umso erfolgreicher. Meine Terminatoren schafften mit tollen Würfelwürfen die Distanz zum Nemesisritter und töteten diesen mit nur einem Verlust.
Todeskompanie und Sanguinische Garde warfen sich währenddessen in den alles entscheidenden Nahkampf gegen den Pulk aus Paladinen und Draigo – Die Hellebarden machten mit Ihrer Ini 6 insgesamt 6 Wunden gegen meine Kompanisten von denen ich 5!!! mit Verwundung Ignorieren verhindern konnte. Auch Draigo schaffte es nur einen Todgeweihten zu töten womit ich noch immer 7×5 Attacken hatte um zurüchzuschlagen. Durch den Reclusiarchen durften dabei alle Treffer- und Verwundungswürfe wiederholt werden was selbst für Paladine in diesem Fall fatal war. Am Ende dieses Nahkampfes standen nur noch 3 Paladine mit Hammer und Draigo gegen 7 Todgeweihte und den Reclusiarchen.

Vierte Runde Steve
Sichtlich ernüchtert von dieser dramatischen Entwicklung im Nahkampf und geschockt im Regelbuch nach der „alles wiederholen Regel“ der Blood Angels suchend gingen wir in die vierte Runde. Hier passierte nichts als der Nahkampf in dem ich mit meinem Reclusiarchen und Draigo ein Duell ausfocht, das der Reclusiarch (natürlich) verlor. Dennoch gelang es meinen Todgeweihten die Paladine weiter zu dezimieren (erneut extremes Würfelglück) womit Draigo alleine gegen die übrigen Todgeweihten stand und in der nächsten Nahkampfphase von den vielen Attacken überrannt wurde…

Fazit
Nicht nur, dass ich sehr überraschend gewonnen habe, nein das ganze Spiel hat tatsächlich mal wieder richtig Spaß gemacht. Gerade als Abwechslung zum absolut Anderen System Infinity ist Warhammer wirklich ein Spiel wert und ich werde keine sechs Monate vergehen lassen, bis ich wieder spielen werde…
Erstaunlich mal wieder, wie entscheidend die Würfel bei diesem Spiel sein können… Eine Doppelsechs hier, eine Doppeleins dort und 5/6 Würfen mit 5+ auf Verwundungen Ignorieren erfolgreich. Alles Dinge, die nicht statistisch Wahrscheinlich sind, das Spiel aber extrem beeinflussen.
Mir hat es nen riesen Spaß gemacht und auch Steve hat sich nach ein paar kurzen Diskussionen über „Balancing“ und „Unfairness“ wieder beruhigt und konnte den Abend genießen…

Schreibe einen Kommentar